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Die Do-It-Yourself Familie

„Dieses Jahr schenken wir uns zu Weihnachten nur Selbstgemachtes!“ tönte ich euphorisch im Herbst 2011, als die alljährliche Frage nach dem was-schenken-wir-uns-am-Konsumfest aufkam, und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht was meine Aussage tatsächlich auslösen würde. Die Lust am Kaufen von technischen Plastikgeräten und Kurzzeitartikeln war mir schon im letzten Jahr vergangen, so dass ich meine Augen nach Alternativen aufhielt. Einfach nur etwas basteln nach Anleitung der verstaubten Bastelbücher aus Kindertagen sollte es nicht sein. Schon etwas Besonders, etwas zum Staunen. Scheinbar war ich mit diesem Wunsch nicht alleine.

Wie nachhaltig sind wir mit uns selbst?

Frage ich mich in der letzten Zeit öfter angesichts sich wiederholender Erschöpfungs-zustände, körperlichen Wehwehchen und Tempo 100 im Kopf. Nein, mal ehrlich… da geht man seit nun schon 2 Jahren regelmäßig zum Yoga, atmet sich in die Tiefenentspannung und schwebt (geistig) über dem Boden… stellt das Leben ganzheitlich so um, dass man möglichst wenig Schaden hinter sich lässt: Konsumstopp, Recycling statt Neukauf, Trödel statt H&M, von wenig Fleisch zu gar kein Fleisch, Bio statt Discounter, Plastiktüte ade, Deutschlandurlaub ohne Flugzeug, Atomkraft nein danke, regelmäßig spenden für andere, Greenpeace im Abo, eigenes Gemüse im Garten, alles zu Fuß in der Stadt, schenke jedem ein Lächeln…

Glücklich trödeln beim Nachtkonsum

Einmal im Monat freue ich mich über eine Einladung über Facebook zum Nachtflohmarkt „nachtkonsum“ in Köln. Da wird die Sammellust geweckt und das Trödelherz aktiviert. Aber auch gerade deshalb, weil ich die Idee und die Art des „nachtkonsum“ mag, trödeln zum Erlebnis zu machen mit viel entspannter Zeit, Live-Musik und Kaltgetränken in der urbanen Umgebung von Ehrenfeld. Bisher nie selbst geschafft und von den Berichten anderer mitreißen lassen. Doch den 20. August halte ich mir frei, ist im Kalender markiert und ganz oben auf der Prioliste. Wer weiß wie lang der Sommer noch anhält und das „Sommer Spezial mit großem Außengelände und Live-Musik“ stattfindet.

YogaMob am Rhein

Man sagt, wenn man sich etwas ganz fest wünscht, dann geht es auch in Erfüllung. Genauso kam es mir vergangenen Dienstag vor, als ich zusammen mit über 50 Menschen beim YogaMob in Düsseldorf auf der Matte im Rheinpark lag… Denn vor fast genau einem Monat lag ich ganz ähnlicher Pose beim YogaMob in Frankfurt im Rahmen der KarmaKonsum Konferenz 2011. Und war begeistert! Veranstalter Christoph Harrach hatte es geschafft über 150 Yogis vor der IHK auf dem Börsenplatz zu versammeln und für „Yoga im öffentlichen Raum“ zu begeistern. Neben einigen Teilnehmern der Konferenz und vier bekannten Yogaschulen samt Schülern aus Frankfurt, gesellte sich auch der ein oder andere Passant dazu. 45 Minuten grüßten wir die Sonne, sangen zusammen Oms und fanden gemeinsam Ruhe in der hektischen Innenstadt Frankfurts. Dieses einzigartige Erlebnis zauberte ein zufriedenes Lächeln in mein Gesicht, das noch lange über den Abend hinaus anhielt. Bereits in meinem Bericht über die KarmaKonsum Konferenz beschloß ich innerlich, daß der YogaMob auch nach Düsseldorf kommen müsse, ohne dabei zu wissen daß es tatsächlich in Kürze klappen würde…

KarmaKonsum Konferenz 2011

Unter dem Motto „ Empowering a new Spirit in Business“ trafen vergangene Woche vom 09. bis 10. Juni Experten und Interessenten bei der KarmaKonsum Konferenz 2011 in Frankfurt zusammen. Zum bereits fünften Mal in Folge standen für zwei Tage die Themen verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltige Lebensstile (LOHAS) im Vordergrund. Wie es bei jeder Idee so ist: sie fängt klein an und entwickelt sich immer weiter. So auch die KarmaKonsum Konferenz, die vor 5 Jahren in einem Raum mit ein paar wenigen Teilnehmer ihren Anfang fand und nun als vorbildliche Fachtagung im Bereich „Nachhaltigkeit“ in den Räumen der IHK Frankfurt thront. Die ausgewählten Vorträge werden von Vorreitern der nachhaltigen Bewegung gehalten, wie z.B. Brent Schulkin, dem Gründer des CarrotMobs, Prof. Dr. Niko Paech mit seiner Theorie über „nachhaltigen Konsum, Suffizienz und urbane Subsistenz“ und Dr. Ursula Müller mit den Ergebnissen aus ihrem Buch „Urban Gardening“.