Nach Hause bis Arbeit I
Heimweg auf einer größeren Karte anzeigen
Zuhause – Agentur – Agentur – Zuhause. Insgesamt 8 Kilometer Weg. Stramm gelaufen. Morgens Arbeitsweg. Abends Heimweg. Vorbei am Apollo Theater, dann am Rhein entlang. Begleitet von einzelnen Joggern und sportlichen Anzugträgern. Düsseldorf, wie es morgen aufwacht und abends entspannt. Der Wind peitscht bei Minusgraden kalt ins Gesicht. Mit dem Einstieg in die Altstadt wird es laut. Taxen rollen über Kopfsteinpflaster, Absätze klacken auf Asphalt. Vorm Landgericht treffen sich Anwalt und Angeklagter. Sie nicht nach einem Kläger aus. Nach einem Seiltanz zwischen Glatteis, trockenem Asphalt und Streusalz, geht es weiter auf Parkwegen. Enten quaken auch zu dieser Jahreszeit lauthals umher. Durch den Park schleichen schnellen Schrittes Frühaufsteher. Fast schon hastig, um den beißenden Kälte zu entkommen. Endspurt auf der Schloßpark-Geraden an den Lichtbänken vorbei. Letzte Stille nach dem Malkasten. Auf der Pempelforter Strasse endgültig aufgewacht: Guten Morgen Montag! Letzter Lichtblick: das kleine Schaufenster des unauffälligen Designer-Outlets, mit den wöchentlich wechselnden Kleidern. Entzückend! Eingetaucht in einen Strom von Arbeitsbienen, geht es wie im Flug an der Bahn, dem Kiosk, dem komischen Hotel mit Café, dem Frankenheim, der Schule, der Litfasssäule mit Plakaten, der Tier-Klinik, der Tapas-Bar, dem Friteusen-Griechen vorbei. Zeitlupen-Etappe an dem hübschen Laden mit den hübschen Accessoires auf der Ecke. Um die Ecke ist das Zielgebäude schon in Sicht. Die grau-braunen Steine der Außenfassade saugen das aufkommende Sonnenlicht fast vollständig auf. Über die Straße, rein in den Bunker. “Guten morgen und frohes Neues!”






