Tage wie diese
Es gibt so Tage, an denen man sich kurz nach dem Aufwachen am besten wieder umdreht und weiterschläft. Bis zum nächsten Tag. Einfach durchschlafen. Das weiß man schon kurz bevor der Wecker losgeht. Es ist so ein Gefühl. Ein Ahnung, dass das ein richtig ätzender Arschloch-Tag wird. Die schlechte Laune breitet sich im ganzen Körper aus: jeglicher chronischer Schmerz meldet sich an so einem Tag bereits morgens und hält bis abends an. Auch die morgendliche Dusche hält ihre Versprechen nicht. Im Gegenteil: als ich aus der Dusche steige, lässt mich das eben noch warme Wasser frieren auf der Haut. Der volle Kleiderschrank gähnt mich an. Laaaaangweilig. Ich brauch neue Klamotten. Eine neue Sommerkollektion. Aber was soll ich heute anziehen? Tick Tack die Uhr läuft. Und ich muss heute pünktlich in der Agentur sein. Und noch essen, weil ich von 9 bis 12 Uhr im Dauermeeting sitzen werde. Mein Magen grummelt jetzt schon mit Echo. Und ich muss noch meine genauso langweiligen Haare föhnen, die ich danach eh wieder hochstecken werde. Tick Tack. Ich entscheide mich für tristes Schwarz und tristes Braun. Passend zum Dauerregenwetter. Was für ein Scheißtag.






