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Stadtsatt

Manchmal… habe ich keine Lust mehr auf Stadtleben, Kombüsenwohnen mit kreucheln und knarzen aus allen Ecken, Autodauerbeschallung, Grau als Einheitston, Starbucks als Einheitskaffee, Menschen mit leerem Geradeausblick, McDonalds, namenlose Nachbarn, 4-Wände-Leben, wenig Luft für viele Menschen, Schnittblumen, den 17. H&M,

Jeden Tag ein Portrait

Ein neues Jahr beginnt oft auch mit neuen Vorsätzen. Auch Markus Schwarze hat sich für das Jahr 2009 vorgenommen, jeden Tag ein Foto zu knipsen und es dann zu veröffentlichen. Am Anfang seines 365-Tage-Projektes waren es noch unterschiedliche Motive, die keine genaue Ausrichtung hatten. Nachdem er aber dann erstmals fremde Personen auf der Strasse angesprochen hatte, legte er seine Richtung schnell fest. Von da an sollten es nur noch Portraits sein. Jeden Tag ein anderes.

Feierabend II

Feierabend

Fox Gassi Runde 4, Frisches Obst und Gemüse beim Lieblingstürken, 2 volle Penny Tüten Essen, Rückenfolter in den 3. Stock, ausräumen–einräumen–aufräumen, Spülmaschine raus, Spülmaschine rein, Wasser für die Blumen, Rückenprotest, Foxhaare wegsaugen, überhaupt alles saugen, such das dunkle Haar auf der dunklen Couch, Rücken beißt, Salat aus Obst für Obstsalat, Johannisbeere für Johannisbeere, Hand rot und trocken, frische Bettwäsche, Restwäsche in den Schrank, Stinkefox ab in die Wanne, naßer Hunde stinkt noch mehr als trockener, schwerer Hund macht Rücken noch kaputter als vorher, Wollsocken auf kalte Füße, Yogabutz und Schlabbelshirt, Wasser aufsetzen, Tee ziehen lassen, FEIERABEND!

Tage wie diese

Es gibt so Tage, an denen man sich kurz nach dem Aufwachen am besten wieder umdreht und weiterschläft. Bis zum nächsten Tag. Einfach durchschlafen. Das weiß man schon kurz bevor der Wecker losgeht. Es ist so ein Gefühl. Ein Ahnung, dass das ein richtig ätzender Arschloch-Tag wird. Die schlechte Laune breitet sich im ganzen Körper aus: jeglicher chronischer Schmerz meldet sich an so einem Tag bereits morgens und hält bis abends an. Auch die morgendliche Dusche hält ihre Versprechen nicht. Im Gegenteil: als ich aus der Dusche steige, lässt mich das eben noch warme Wasser frieren auf der Haut. Der volle Kleiderschrank gähnt mich an. Laaaaangweilig. Ich brauch neue Klamotten. Eine neue Sommerkollektion. Aber was soll ich heute anziehen? Tick Tack die Uhr läuft. Und ich muss heute pünktlich in der Agentur sein. Und noch essen, weil ich von 9 bis 12 Uhr im Dauermeeting sitzen werde. Mein Magen grummelt jetzt schon mit Echo. Und ich muss noch meine genauso langweiligen Haare föhnen, die ich danach eh wieder hochstecken werde. Tick Tack. Ich entscheide mich für tristes Schwarz und tristes Braun. Passend zum Dauerregenwetter. Was für ein Scheißtag.